Wacken Open Air 2009
images/wacken-open-air-2022-official-artwork.jpg

Samstag

Rage
Vor kurzem feierten Rage ihr 25-jähriges Jubiläum. In Anbetracht dessen und in Anbetracht der zahllosen Hits, die sie geschrieben haben, ist unverständlich, dass das Trio um Peavy Wagner bereits als 2. Band des Tages auf die Bühne muss. Gemeinsam mit diversen Gastsängern und –sängerinnen (u.a. Schmier von Destruction, Eric Fish von Subway to Sally und Hansi Kürsch von Blind Guardian präsentieren Rage einen tadellosen Gig. Dies zeigt sich auch beim Publikum, dass für diese Uhrzeit zahlreich erschienen ist. Gerade mit den Gastbesetzungen wären Rage durchaus eine Band für die spätere Stunde gewesen.

Onkel Tom
Nach nicht enden wollenden „Onkel Tom, Onkel Tom“-Rufen geht es mit „Im tiefen Keller“ los, gefolgt von einem Medley diverser Stücke wie „Bier her“, die alle das Thema haben, worum es eigentlich in so gut wie allen ONKEL TOM-Liedern geht, nämlich Alkohol. Neben dem von den Fans mitgesungenen „Schnaps das war sein letztes Wort“, welches das Publikum über weite Strecken allein bestreiten darf, während Tom Angelripper grinsend auf der Bühne kniet, gibt es noch Perlen wie „Bon Scott hab ich noch live gesehen“ und das neue „Auf nach Wacken“ natürlich. "Es gibt kein bier auf Hawaii" beendet als zweite Zugabe nach einer Stunde den Auftritt von ONKEL TOM, die einmal mehr auf sehr sympathische Art eine Hammerstimmung verbreiten.

Axel Rudi Pell
Axel Rudi Pell rockte mit seiner gleichnamigen Band am frühen Samstag abend die True Metal Stage. Das Publikum freute sich über Hammer-Songs wie „Strong as a rock“, und viele weitere Knaller.
Nachdem Axel Rudi Pell den Wacken-Auftritt im Jahr 2008 absagen musste, entschädigte er in diesem Jahr mit gutem Sound und guter Stimmung, wobei die Bewegungsarmut in seinen Bühnenshows ezwas negativ auffiel, was der Show aber insgesamt nicht schadete.

In Extremo
Die sympathischen Thüringer spielen zwar zu einer Uhrzeit, bei der ihre Pyroshow nur wenig zur Geltung kommt, das scheint ihnen aber nichts auszumachen. Die sieben Musiker besitzen die Fähigkeit, die Menschen sofort in ihren Bann zu ziehen, und so tobt das ganze Konzert hindurch der Mob vor der Stage. Eingeheizt wird den Fans mit Songs vom Album „Sängerkrieg“ wie z.B.: „Sieben Köche“ und „Frei Zu Sein“.
Insgesamt spielen IN EXTREMO eine ausgewogene Mischung aus aktuellen Stücken und alten Gassenhauern. „Vollmond“, „Küss Mich“ und nicht zuletzt „Liam“ wurden von den Fans lauthals mitgesungen. Leider ist das gesamte Konzert etwas zu leise und der Wind, der Wind tut zusätzlich sein Übriges dazu, den Sound nicht immer optimal von allen Plätzen hören zu können.

Pain
Mit „I'm Going In“ von der neuesten PAIN-Scheibe „Cynic Paradise“ startet Peter Tägtgren mit seiner Truppe in ihren einstündigen Auftritt auf der Wacken Party Stage. Gewohnt energiegeladen steht der vielbeschäftigte Fronter hinter seinem Mikro und man sieht ihm die Freude an, mit der er für seine Fans spielt, aber auch eine gehörige Portion Wut, die er in manche Songpassage hineinlegt. Auch das zweite Stück, „Monkey Business“, stammt vom letzten Output, von dem wir außerdem „Don't Care“ zu hören bekommen. Hits wie „Zombie Slam“ dürfen natürlich auch nicht fehlen, und werden von der Menge begeistert mitgesungen. Das Schlusslicht bildet ein wunderbar rotziges „Shut Your Mouth“. Dazwischen gab es Pyros, einen sympathischen Herrn Tägtgren und jede Menge Grund, richtig abzugehen und PAIN gebührend zu feiern.

Volbeat
Dänemarks Exportschlager bewiesen einmal mehr, das sie ein Garant für powervolle Konzerte sind. VOLBEAT brauchten keine einstudierte Show oder außergewöhnliche Kostüme um die Fans vor der Bühne zu begeistern. Ihre pure Spielfreude und der Spaß an ihrer Musik übertrugen sich vom ersten Moment an auf die Meute vor der Bühne. Sämtliche Texte wurden von den Fans lauthals mitgesungen. Ob „Guitar Gangsters & Cadillac Blood“, „Sad Man´s Tongue“ oder „Pool Of Booze, Booze, Booza“ - jede Zeile saß. Natürlich fehlten auch „Devil Or The Blue Cat’s Song“, „Radio Girl“ und der Coversong „I Only Wanna Be With You“ nicht. Die für Wacken obligatorische „Wall Of Death“ wurde selbstverständlich auch nicht vergessen. Auf Kommando von Frontmann Michael Poulsen stürmten die Fans während „A Garden´s Tale“ los. VOLBEAT hatten sich den Auftritt auf der True-Metal-Stage wirklich verdient.

Machine Head
"The Blood, The Sweat, The Beers" - Beide Daumen hoch!

Saxon
Live sind Saxon nur schwer zu schlagen. Insbesondere da man sich für den heutigen Wacken-Auftritt etwas ganz besonders überlegt hat. Vorab waren die Fans aufgerufen worden per Internet jeweils ihre beiden Lieblingssongs pro Album zu wählen. Auch wenn es zeitlich natürlich nicht ganz passte, jedes Album in doppelter Ausführung zu würdigen, kam doch eine beeindruckende Best-of-Setlist zusammen. Insbesondere mit vernachlässigten Perlen wie `Killing Ground` und `Lionheart` konnten bei etlichen Anwesenden punkten.

GWAR
GWAR machen wohl die abgefahrenste, krankeste Show, die es im Metal gibt. Die Musik ist zwar irgendwie Nebensache, aber was solls. Da die Jungs nur so selten in Deutschland spielen, war es vor der Blackstage brechend voll, und die Fans wurden nicht enttäucht. Schon nach dem ersten Song waren die gesammten ersten fünf Reihen rot von Kunstblut, die Stimmung war super, und auch der Sound passte.

OUTRO

Unser Dank geht an das gesamte WACKEN OPEN AIR-Team für das tolle Festival und die gute Organisation.

SEE YOU IN 2010 - RAIN OR SHINE!

 

Jetzt online

8 Nutzer
191 Gäste

Login