Wacken Open Air 2009
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Freitag

Endstille
Bei schönstem Sonnenschein entern ENDSTILLE die Wacken Black Stage, bei denen Fronter Iblis ist nicht mehr an Bord ist. Auf der Website der Band findet sich ein schlichter Kommentar vom 24. August: „Iblis hat die Band verlassen.“ Offenbar hat er sich mittlerweile der Leipziger Kapelle Haradwaith angeschlossen. Den Posten übernimmt vorläufig Mannevond von KOLDBRANN. So steht der Herr mit der langen blonden Mähne und den Knochen am Gürtel denn auch vor den Fans der Formation in Wacken und wird erstaunlich gut aufgenommen. Ein weiterer Neuling findet sich ebenfalls unter den Musikern, Nocturnal Overlord nennt er sich und unterstützt die Band live bei allen Festivalterminen diesen Sommer als zweiter Gitarrist. Die so neu zusammengestellte Band, deren weitere Zukunft vorerst noch in den Sternen steht, arbeitet sich durch einige Album-Titeltracks aus der Bandhistorie, alsda wären „Dominanz“, „Operation:Wintersturm“, und als Schlusslicht dann „Frühlingserwachen“. Es wird fleißig gebangt und die Crowdsurfer fliegen nur so in den Graben. Bleibt abzuwarten, wie es mit den Schwarzheimern nun weitergeht, aber untergegangen sind sie ohne ihren alten Fronter zumindest noch nicht.

Gamma Ray
Seit mittlerweile 20 Jahren lotst Kai Hansen sein Power Metal Flaggschiff Gamma Ray durch internationale Gewässer. In Anbetracht dieser Tatsache ist doch etwas überraschend und schade, dass die Hanseaten schon zu so früher Stunde auf die Bühne müssen. Die Jungs machen aber das Beste aus der Situation und wählen mit `Heavy Metal Universe` den perfekten Einstieg in den Set. Das Stimmungslevel bleibt durchgängig hoch und Gamma Ray zeigen, dass sie auch durchaus zu vorgerückter Stunde hätten bestehen können.

Airbourne
Kaum auf der Bühne startet Sänger Joel O´Keeffe wie ein Hyperaktiver durch. Nur am Mikrofon und an der Gitarre zu stehen reicht dem australischen Frontmann anscheinend nicht. Er läuft wie ein Wirbelwind über die Bühne. Mal links, mal rechts post er Gitarre spielend vor der Menge und wird dabei lauthals bejubelt. Aber die Bühne allein scheint ihm auch nicht zu reichen. Während seine Bandkollegen solo weiterspielen springt er in den Graben vor der Bühne. Hier wird er fast von einem Security nach draußen befördert da dieser ihn, trotz Gitarre in der Hand, nicht erkennt. Zurück auf der Bühne wird dann erst einmal zu viert gerockt, doch hält O´Keeffe es nicht lange aus. Diesmal springt er allerdings nicht in den Graben, sondern nimmt die entgegengesetzte Richtung, die rechte Bühnentraverse hinauf. Fast oben angekommen spielt er eine Weile auf seiner Gitarre, bis er ganz nach oben klettert um dort einige Augenblicke, nur an den eigenen Händen gehalten, umherschaukelt. AIRBOURNE gewinnen zu Recht den diesjährigen „Metal Hammer Award“.

Hammerfall
Mit großer Spannung wurde der Auftritt von HAMMERFALL erwartet, weil das neue Album ``No Sacrifice, no Victory`` in der Presse ordentlich abgefeiert wurde. Die zahlreich auf dem Festivalgelände zu sehenden Shirts machten deutlich wie sehr die späte Position auf der Running Order gerechtfertigt war. Also zahlreiche Fans vor Ort und die machten den Gig der Schweden durchaus zu einem Triumphzug. Bei Stücken wie, z.B. dem hitverdächtigen ´Hearts On Fire` oder auch `Glory To The Brave`, `Any Means Necessary` und `Blood Bound` gab es einiges auf die Ohren. Wie immer, toller Gig!

Motörhead
MOTÖRHEAD lieferten genau dass, was man von ihnen erwartet. Laut ohne Ende, Lemmy bei guter Stimme und Stimmung, und Klassiker am Fließband. Das Publikum hatte Spaß und auch der Sound war vom Feinsten. MOTÖRHEAD at its best!

Doro
Neben einer stimmungsvollen Lichtshow, aufwändiger Pyrotechnik und einer astreinen Songauswahl überzeugte Doro auch mit einer powergeladenen Bühnenshow. Songs wie „Für Immer“ oder „Breaking the Law“ erfreuen die Zuhörer. Das Gedrängel vor der Bühne hielt sich hier jedoch in Grenzen, da einige Wacken-Besucher den Auftritt anscheinend benutzten um ihre Akkus für den nächsten Tag aufzufüllen.

Amon Amarth
Kurz zuvor waren Amon Amarth noch von Sabina Classen auf der Power Metal Stage mit einem Award für die besten Live Shows ausgezeichnet wurden, nun ist es an den Mannen um Johann Hegg zu beweisen, dass sie diesen Preis berechtigt empfangen haben. Vor der Black Stage ist es voll, auf der Bühne ist alles angerichtet und Amon Amrth legen wie gewohnt mächtig-gewaltig los. Die Show ist energetisch und strotz nur so vor Pyros und Lichteffekten, trotz gibt es Grund für Unmut, denn der Sound ist matschig und viel zu leise. Aber spätestens als die Wikinger dann `Cry of the Blyckbird` auspacken, gehören sie zu den Gewinnern des Tages.

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