RockHard-Festival 2005
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Wann? 14.05. + 15.05.2005
Wo?
Gelsenkirchen - Amphitheater

Samstag, 14. Mai 2005

COMMUNIC | HEAVEN SHALL BURN | ENSIFERUM | THE HAUNTED | SAMAEL | SONATA ARCTICA | AMON AMARTH | CHILDREN OF BODOM | JON OLIVA´S PAIN

Sonntag, 15. Mai 2005

HELLFUELED | WOLF | THRESHOLD | UNLEASHED | PRETTY MAIDS | MASTERPLAN | OVERKILL | SENTENCED | ACCEPT

INTRO

Neben dem Amphitheater, der Top- Location am Rhein-Herne-Kanal boten die Veranstalter auch 2005 ein erstklassiges Ptrogramm: Am ersten tag wurde die härtere Fraktion mit ENSIFERUM, CHILDREN OF BODOM oder AMON AMARTH bedient, am zweiten Tag gabs dann die melodischeren Gruppen "auf die Ohren", wie z.B. PRETTY MAIDS, SENTENCED oder ACCEPT. An beiden tagen herrschte jedenfalls beste Stimmung im weiten Rund des Amphitheaters und die Bands wurden begeistert gefeiert. Das Festival begeisterte auch in diesem Jahr die Anwesenden und Götz & Co. konnten nahtlos an die Erfolge der Vorjahresveranstaltungen anknüpfen.

Die Veranstalter lagen mit der Bandauswahl erneut 100%ig richtig und hatten mit dem SENTENCED-Abschiedsgig und der Reunion-Show von ACCEPT zwei absolute Höhepunkte im Gepäck. Insgesamt war es wieder einmal ein äußerst relaxtes und friedliches Wochenende mit toller, lauter Musik, so dass man sich jetzt schon auf das nächste ROCK HARD FESTIVAL freuen kann...

Samstag, 13. Mai 2005

COMMUNIC

COMMUNIC, die Anfang des Jahres mit ihrem Debütalbum "Conspiracy in Mind" an den Start gingen, eröffnetete das ROCK HARD FESTIVAL und konnte die zahlreichen Fans vor der Bühne mit dem Opener "Communication Sublime" und einem guten Sound recht schnell von ihren Qualitäten überzeugen. Die Fans wussten das Dargebotene entsprechend zu würdigen, so wurde geklatscht, gejubelt und gesungenZuguterletzt gab die Band noch mit "Conspiracy in Mind" den wohl bekanntesten COMMUNIC-Song zum besten, bei dem Sänger Oddleif Stensland erneut bewies, was für ein talentierter Sänger er ist. Die Norweger waren der perfekte Opener und die Besucher waren nicht nur wegen der angenehmen Außentemperaturen richtig gut aufgeheizt!

HEAVEN SHALL BURN

HEAVEN SHALL BURN nutzen die ausgelassene Stimmung des Publikumsund gingen mit "The Weapon They Fear" in die Vollen. Da Sänger Marcus erkrankt war, wurde er an diesem Tag von MAROON-Sänger Andre vertreten, der einen wirklich hervorragenden Job ablieferte und seinen Job bei HEAVEN SHALL BURN mehrs als gut machte. Auch wenn Marcus auf den ersten Ton der bessere und  passendere Sänger zu sein scheint und der Sound extrem undurchsichtig und basslastig war, hinterließen Songs wie "Bleeding to Death", "Behind the Wall of Silence" oder "Architects of the Apocalypse" begeisterte Fans. HEAVEN SHALL BURN bewiesen mit diesem Auftritt, dass sie zu recht ganz oben in der Metalcore-Liga mitmischen.

ENSIFERUM

Die Band lieferte eine astreine Show ab, bei der die Fans schnell den ersten Moshpit eröffneten und die Jungs entsprechend euphorisch feierten. ENSIFERUM sorgten live für wunderbare Mitsing-Atmosphäre. Musikalisch gab es trotzdem keine größeren Überraschungen: Mit "Sword Chant", "Iron" und "LAI LAI HEY" sowie dem älteren "Hero in a Dream" gab es die gewohnten Höhepunkte der ersten beiden Alben "Ensiferum" und "Iron" geboten. Ebenfalls keine Überraschung war das große Interesse des Publikums - so viel Andrang vor der Bühne gab es am Samstag nämlich sonst nur bei den Headlinern.

THE HAUNTED

Im Anschluss war es Zeit für THE HAUNTED, bei denen zum einen Fronter Peter Dolving wieder am start ist und die sich mit einem perfekten Sound durch ihren set prügelten. Dabei boten die Jungs ein äußerst abwechslungsreiches Programm mit Schwerpunkt auf dem aktuellen "rEVOLVEr"-Album. Mit Hammersongs wie  "99",  "All Against All" oder der Knaller "No Compromise" konnten die Jungs auf der ganzen Linie überzeugen. Sänger Peter machte eine wirklich hervorragende Figur, war immer in Bewegung - die Band kann sich glücklich schätzen, diesen mann wieder an Bord zu haben. Highlight des einstündigen Gigs war das doomige "Abysmal", das live noch taused Mal besser wirklte als aus der Konserve. Alles in allem lieferten THE HAUNTED einen rundum überzeugenden Auftritt ab.

SAMAEL

Im Anschluss war es Zeit für die Schweizer-Eidgenossen SAMAEL. Mit "Rain" eröffneten die Jungs um Fronter Vorph einen abwechslungsreichen Set, wobei man besonderen Wert auf die neuen "Reign Of Light"-Tracks legte. Besonders der geniale Titeltrack, "Telepath", "Moongate" und "On Earth", wussten zu gefallen und mussten sich keineswegs vor alten Hymnen wie "Baphomet's Throne" verstecken. Sänger Vorph hatte die Leute hervorragend im Griff und verzichtete auf lange Ansagen. Die Band ließ die perfekt abgemischte Musik für sich sprechen. Und sie sprach laut und deutlich für SAMAEL Die Schweizer boten einen mehr als soliden und festivaltauglichen Auftritt, bei dem lediglich Fans der ersten Stunde etwas zu kurz gekommen sein mögen.

SONATA ARCTICA

Bei SONATA ARCTICA war zu Beginn so wenig Andrang, wie bei fast kaum einer anderen Band - und das, obwohl die Finnen mit "Reckoning Night" im vergangenen Jahr ein richtig gutes (vielleicht ihr bestes) Studioalbum veröffentlicht haben. Auch an diesem Abend war die Band in hervorragender Verfassung: Man zeigte sich durchgehend engagiert, gut gelaunt und Tony Kakko war stimmlich in richtig guter Verfassung. Außerdem hatte man einige musikalische Einlagen vorbereitet, wie das Auftauchen vom OZZY OSBOURNE-Klassiker "No More Tears". Bei "My Land" hatte man "I Was Made for Loving You" eingebaut. Zum krönenden Abschluß dieses tollen Auftritts gab's dann noch eine extralange Version von "The Cage".

AMON AMARTH

Dann waren die ersten Wikinger des Festivals an der Reihe - AMON AMARTH betraten die Bühne. Die Jungs boten ein Best of-Programm der ersten Klasse. AMON AMARTH legten den Schwerpunkt deutlich auf die Stücke jüngeren Baujahrs, ohne natürlich die obligatorischen Songs "Bleed for Ancient Gods" und "Masters of War" zu vergessen. Ansonsten verwöhnten die Mannen um Fronter Johan Hegg die in dieser Stunde unglaublich zahlreich erschienenen Zuschauer mit dem Material ihrer letzten beiden Hammer-Alben "Versus the World" und "Fate of Norns", weshalb auch bei diesem Auftritt ganz klar die Midtempo-Stücke regierten. Der wie gewöhnlich mit einem gefüllten Trinkhorn ausgestatte Shouter Hegg war auch an diesem Abend wieder in einer bestechend guten Verfassung und performte Songs vom Kaliber "Ancient Signs of Coming Storm", "For the Stabwounds in Our Backs", "Fate of Norns" und "Where Silent Gods Stand Guard" in 1a-Qualität. Am meisten wurde dann das abschließende "Death in Fire" bejubelt, bei dem das Amphitheater mächtig am brodeln war. Insgesamt ein lupenreiner Auftritt und eine Klasse für sich.

CHILDREN OF BODOM

CHILDREN OF BODOM waren sowohl musikalisch als auch in puncto Performance in bester Verfassung und mit dem Vorsatz angetreten wirklich keinen Fan zu enttäuschen: Alexi bediente seine Axt nahezu fehlerfrei und auch Gitarrero Roope hat sich mittlerweile perfekt in die Band integriert. Die Fans feierten perfekt performte Songs wie "Sixpounder", "Silent Night... Bodom Night" oder "Hate Me!", sowie mit "In Your Face" einen neuen Song vom im Herbst erscheinenden "Are You Dead Yet"-Album, der sich nicht allzu sehr vom "Hate Crew Deathroll"-Material unterscheidet. Man darf CHILDREN OF BODOM einen durchweg gelungenen Auftritt bescheinigen, der musikalisch auf der agnzen Linie gelungen war und darf gespannt sein, wie es mit der Combo weitergehen wird.

JON OLIVA´S PAIN

Was dann folgte, sollte sich für die meisten Besucher als absolutes Festivalhighlight herausstellen: Jon Oliva, seines Zeichens SAVATAGE-Chef, war mit seiner seiner aktuellen Combo JON OLIVA´S PAIN am Start und hatte einige großartige Musiker und genauso großartige Songs im Gepäck. Natürlich hoffte man, dass auch der ein oder andere Klassiker geboten würde, doch mit der genialen Setlist, die RockHard-Götz (mit SAVATAGE-Lederweste gekleidet) angekündigte, hatte wohl niemand gerechnet. Los gings dann fast schon klassisch mit  "Gutter Ballet", denn an diesem Abend wurden hauptsächlich SAVATAGE-Songs präsentiert, die lange zeit nicht mehr live präsentiert wurden. Nur die beiden "Tage Mahal"-Songs "All the Time" und "The Dark" stammten nicht aus dem Hause SAVATAGE. Ansonsten hörte man die Leute begeistert Hits wie "Hounds", "Jesus Saves" und die Zugaben "Hall of the Mountain King" und "Power of the Night" mitsingen.
Jon Oliva hat mit dieser Performance eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Aber natürlich sollte man nicht verschweigen, dass dieser Auftritt einfach von den phantastischen SAVATAGE-Songs lebte, und nicht unbedingt von JON OLIVA´S PAIN.